UNTERNEHMENSBEWERTUNG

 

UNTERNEHMENSBEWERTUNG

Meistens steht ein Verkauf oder ein Kauf eines Unternehmens im Fokus der Unternehmensbewertung. Ob bei der Nachfolgeplanung oder der stichtagsbezogenen Bewertung, zählt der Fair Value des Unternehmens zu den entscheidenden Einflussfaktoren. Planen Sie den Verkauf Ihres Unternehmens rechtzeitig und überstürzen Sie nichts. Vor allem Startups gehen die Eigenkapitalfinanzierung oft zu schnell und unüberlegt an.  

1. Der Unternehmensbewertungsanlass

Sofern der Unternehmenswert zu bewerten ist, muss zunächst der Bewertungsanlass analysiert werden. Auf der Grundlage des Unternehmensbewertungsanlasses können sich nämlich durchaus Folgen für das Bewertungsverfahren ergeben. Es kann sein, dass steuerrechtliche Vorschriften eine gesetzlich geregelte Bewertungsart vorsehen und deshalb die Bewertungsart im Vorfeld schon feststeht.

2. Interne Unternehmensbewertungsanalyse und internes Screening

Sofern keine speziellen Vorgaben bzgl. des Unternehmensbewertungsverfahrens vorliegen, werden die Unternehmen nach betriebswirtschaftlichen Methoden bewertet. Es gibt unterschiedliche Bewertungsverfahren die in der Praxis verwendet werden. Die Ausgangslage des Unternehmens spielt deshalb bei der Auswahl der Bewertungsverfahren eine entscheidende Rolle. Im Fokus stehen zunächst die Jahresabschlüsse bei Kapitalgesellschaften und das aktuelle Rechnungswesen. Bei Startups wird aufgrund der fehlenden Historie auf spezielle Verfahren zurückgegriffen. Im Rahmen der Prüfung der Jahresabschlüsse ist zunächst die Qualität der Zahlen zu analysieren. Wesentlich ist auch der Zeitraum, den man in die Vergangenheit zurückgeht. Konjunkturelle Einmaleffekte sollten bei der Zeitraumbetrachtung berücksichtigt werden. Das Ziel der Unternehmensbewertung ist die Abbildung der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens.

3. Externe Unternehmensbewertungsanalyse

Neben dem internen Zahlenwerk sollte der Unternehmensbewerter die Marktstellung und das Marktpotenzial bei seiner Unternehmensbewertung berücksichtigen. Unternehmen in Wachstumsmärkte sind anders zu bewerten, als Unternehmen in gesättigten Märkten.  Ein Vergleich mit Wettbewerbern kann sich in Bezug auf die Plausibilisierung des Unternehmenswerts lohnen. Beispielhaft kann einbe Porters Five-Forces Analyse durchgeführt werden.
Weiter sollten Unternehmens- und Markttrends in die Unternehmensbewertung mit einfließen, wenn diese relevant für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens sind. Externe und interne Effekte können durch eine strukturierte PESTEL-Analyse sichtbar gemacht werden.
Oft wird auch in Bezug auf die Wettbewerbssituation eine sogenannte SWOT-Analyse angefertigt, die die Stärken und Schwächen des Unternehmens gegenüberstellt und die Chancen und Risiken abwägt.

4. Integrierte Unternehmensplanung und Einfluss auf die Unternehmensbewertung

Auf der Basis der historischen Zahlen wird anschließend eine detaillierte Unternehmensplanung der nächsten fünf Jahre gebildet, die das Kernstück der Unternehmensbewertung ist. Hier wird versucht möglichst genau die Zukunft abzubilden. Wachstumsraten und Investitionen werden akribisch ermittelt. Je ungenauer die Detailplanungsphase gemacht wird, desto ungenauer wird die gesamte Unternehmensbewertung, da die Terminal Value Phase auf den Werten der Detailplanungsphase aufbaut. Neben der Umsatzplanung und der Betrachtung der Margen spielt die Liquidität eine wesentliche Rolle in der Finanzplanung, da zu jedem Zeitpunkt genug Liquidität im Unternehmen vorhanden sein muss. In der Terminal Value Phase wird eine ewige Rente gebildet. Oft macht der ermittelte Wert 2/3 des Unternehmenswerts aus.

5. Ermittlung des Erwartungswerts künftiger Erträge oder Cashflows

Eine Unternehmensbewertung dient praktisch dem Käufer oder Verkäufer als Entscheidungshilfe. Erscheint der Kaufpreis zu hoch und sollte im Zuge der Unternehmensbewertung ein geringerer Wert errechnet worden sein, bieten sich konkrete Verhandlungen mit der Gegenpartei an. Unternehmenswerte sind immer subjektiver Natur, deshalb sollten Sie nur zum Teil Einfluss auf die Entscheidung haben. Nachdem in der Unternehmensbewertung meist vom Fortbestand des Unternehmens ausgegangen wird, werden oft Insolvenzrisiken vernachlässigt. Vor allem bei Unternehmen in schwierigen Phasen sollte das Insolvenzrisiko im Diskontierungssatz berücksichtigt werden.

6. Festlegung der Bewertungsmethode der Unternehmensbewertung

Nach Fertigstellung des Finanzplans ist der Unternehmensbewerter in der Lage, das taugliche Unternehmensbewertungsverfahren ausfindig zu machen. Hier spielt der Punkt Erfahrung eine große Rolle. Für bestimmte Unternehmen eignen sich bestimmte Bewertungsmethoden besser als für andere. Die Einschätzung welches Verfahren genommen wird erfolgt deshalb auf den Erfahrungswerten der Vergangenheit oder bestimmten Regularien. Mit Festlegung des Verfahrens beginnt die eigentliche Unternehmensbewertung.

Erfahren Sie mehr zum Thema Unternehmensbewertung in einem Gespräch mit unseren Beratern.

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