Stiftungsberatung München: Welche Anlagestrategie passt zu meiner Stiftung?


Jeder Börsianer kennt das Problem an der Börse. Es gibt kein Rezept, das Gewinne sprudeln lässt. Jedoch gibt es Anlagestrategien, die in der Vergangenheit gut performt haben und deshalb auch heute noch viel Beachtung finden. Die meisten Anleger verlieren Geld, weil sie ohne Kenntnisse an den Märkten tätig werden. Einfach mal eine Aktie kaufen funktioniert in vielen Fällen einfach nicht. Man sollte sich mit den Grundlagen der Unternehmensbewertung auseinander setzen und auch das Thema Charttechnik nicht außen vor lassen. Neben dem Streben nach Gewinnen sollte das Thema Risiko eine gleich große Rolle im Anlageverhalten spielen.


Growth-Strategie


Investoren, die ihr Portfolio nach dem Growth-Ansatz ausrichten, wählen Unternehmen aus, die potentielle Kandidaten für ein überdurchschnittliches Wachstum sind. Dies sind oft Unternehmen, von denen aufgrund innovativer Ideen großer Erfolg in der Zukunft erwartet wird, die mit hohen Wachstumsraten einhergehen. Beispiele hierfür sind z.B. Google, Tesla, Netflix. Diese Erwartungen fußen oft nicht auf hohen gegenwärtigen Gewinnen, sondern eben auf zukünftige Cash-Flows. Growth Unternehmen haben meist ein hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis. Ein hohes KGV bedeutet, dass die Marktbewertung in Form des Aktienkurses des Unternehmens relativ hoch ist, wenn man sie mit den erwirtschafteten Gewinnen des Unternehmens ins Verhältnis setzt. Mehr zum Thema KGV können Sie in einer unserer Basispublikationen erfahren. Oder Sie wenden sich direkt an einen unserer Honorarberater oder Vermögensverwalter. Die Kurse der Unternehmen basieren also mehr auf Phantasie als auf realen Werten und die Aktien sind deswegen vergleichsweise hoch bewertet in Relation zu den Gewinnen die sie Stand heute erwirtschaften. Google und andere Unternehmen haben jedoch gezeigt, dass sich die Wette in innovative Unternehmen lohnen kann. Für Stiftungen sind Growth Titel zum größten Teil nicht relevant, da diese keine Dividende ausschütten. Die verfügbaren liquiden Mittel werden für Investitionen verwendet.


Value-Strategie


Andererseits gibt es Anleger die wertorientiert, also nach dem sogenannten Value-Ansatz, investieren. Der bekannteste Value-Investor ist mit ziemlich großer Sicherheit Warren Buffett und seine Investmentholding Berkshire H. Beim Value-Investing Ansatz sucht der Investor nach etablierten Unternehmen die eine langfristig stabile Gewinnentwicklung aufweisen und durch eine nachhaltige Angebotspalette eine starke Marktstellung haben. Coca Cola zählt zum Beispiel zu einem Value-Wert. Da der Wert solcher Unternehmen auf der Basis von realen Umsätzen und Gewinnen ermittelt werden kann spielen innovative Phantasien eine weniger große Rolle. Oft bekommt man solche Unternehmen zu einem geringen KGV. Das KGV sollte jedoch nie isoliert betrachtet werden. Die Unterteilung in Value- und Growth-Unternehmen ist nicht eindeutig, da es durchaus auch Mischformen am Markt gibt.


Prozyklische und antizyklische Strategie


Wer sich der prozyklischen Anlagestrategie verschrieben hat, nimmt Unternehmen nur dann in sein Portfolio auf, wenn diese bereits gestiegen sind und sich ein Aufwärtstrend gebildet hat. Prozykliker vertreten also die Theorie, dass ein Unternehmen bei dem es in letzter Zeit gut lief, eine Neubewertung nach oben erfährt und auch weiterhin Kurspotential hat. In der Praxis funktioniert diese Theorie nicht immer, da preisbildende Faktoren nicht berücksichtigt werden. Ein weiteres Problem ist, dass man das Ende eines Trends (immer weiter steigende Hochs und Tiefs) nicht vorhersagen kann und so ein Exit erschwert wird. Oft endet ein Trend abrupt und mit starken Kursrückgängen. Indikatoren und Kurstheorien können Trends prognostizieren, die Fehlertoleranz muss jedoch berücksichtigt werden. Die Wellen-Theorie ist eine der bekanntesten Trendprognose-Theorien.

Antizykliker investieren dagegen eher in Werte, die einen deutlichen Kursrückgang verdauen mussten und eher von der Masse der Anleger gemieden werden. Hierin besteht auch der Vorteil der Antizykliker, denn diese können Werte oft günstig am Markt kaufen. Grundlage ist dabei zu versuchen die Unternehmen aus zu machen, die bereits so stark gefallen sind, dass eine Trendwende bevor steht. Der faire Wert der Aktie liegt dann über dem aktuellen Handelskurs. Man spricht auch von unterbewerteten Unternehmen.


Dividendenstrategie


Die Dividendenstrategie wurde bereits in einem ausführlichen Artikel bearbeitet, sodass wir hier nur kurz auf die Besonderheiten in der Vermögensverwaltung eingehen möchten. Eine Dividendenstrategie ist nicht so einfach umzusetzen, auch wenn viele Anleger das denken, denn die Dividendenrendite spielt bei der Betrachtung nur eine untergeordnete Rolle. Viel mehr ist eine Dividendenkontinuität wichtiger bei der Auswahl der Unternehmen. Die Dividendenrendite ist die ausgeschüttete Dividende im Verhältnis zum Kurswert. Wenn der Kurs also fällt, steigt im Umkehrschluss die Dividendenrendite. Aber nur für den Fall, wenn die Dividendenhöhe auch identisch bleibt und das ist eben oft nicht der Fall.


Investieren in den Index – ETF Investing


Die vorangegangen Strategien sind alle aktiver Natur, obwohl wissenschaftliche Studien bewiesen haben, dass es langfristig fast unmöglich ist ein Renditeplus (Alpha) gegenüber dem Vergleichsindex (Benchmark) zu erwirtschaften. Oft werden bei aktiven Fonds deshalb auch falsche Benchmarks in den Vergleichsindexen genannt, um die Überrendite als Verkaufsinstrument möglich zu machen. Fondsgesellschaften versuchen natürlich mit immer neuen Strategien Kunden anzulocken, aber in letzter Zeit hat es sich gezeigt, dass ETFs und der passive Investmentansatz immer mehr Fürsprecher findet. Die Honorarberatung & Vermögensverwaltung 4vestor GmbH und deren Honorarberater und Vermögensverwalter setzen überwiegend auf passive Investmentprodukte, denn dadurch werden die Kosten gesenkt und die Rendite gesteigert.

Sie möchten mehr zu den Anlagestrategien der 4vestor GmbH erfahren, dann kontaktieren Sie uns unter: 089 74 05 10 56 und vereinbaren ein kostenloses und unverbindliches Informationsgespräch.


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