Millionenverluste durch Niedrigzins

Gerhard Grandke ist überzeugt, dass die Zinsen noch über einen langen Zeitraum hinweg niedrig bleiben werden. Im Internationalen Club der Wirtschaftsjournalisten in Weimar legte er dar, dass seiner Ansicht nach der politische Wille zur Zinsanhebung fehle. Das stimmt, denn Mario Draghi ließ keinen Zweifel daran, dass Liquidität in den Markt gepumpt wird. Es gibt nicht nur Verlierer durch den niedrigen Zins - Gewinner sind die Staaten, die sich nun günstig refinanzieren können. Deutschland zum Beispiel verdient teilweise am Geld der Anleger.

 

Etwas weiter südlich, in Griechenland sieht es wieder anders aus. Das Land profitiert zwar auch von den niedrigeren Zinsen, aber die Schuldenlast ist so groß, dass ein weiterer Schuldenschnitt bevor steht.

 

 

 

 

Interessant ist der Kursverlauf der UBS und der HSBC. Beide Banken entwickelten sich wesentlich besser, als ihre deutschen Konkurrenten. Oft diskutiert wird am Rande der Negativzins für den Verbraucher. Das die deutschen Banken sich in einem schwierigen Umfeld befinden ist seit längerem klar. Der Kursverfall ist die logische Konsequenz. Die Deutsche Bank hat neben dem laufenden Geschäftsbetrieb immernoch mit Altlasten und Rechtsstreitigkeiten zu tun. Diese Themen belasten zusätzlich. Die Mutter der HVB entwickelte sich in der Vergangenheit nocheinmal deutlich schlechter, als die vergleichbaren Wettbewerber.

 

Müssen Kunden mit Negativzinsen rechnen?

 

Noch verlangt keine Sparkasse von Privatkunden mit durchschnittlichem Guthaben Gebühren für das Ersparte. Das soll auch in Zukunft so bleiben, verspricht Gerhard Grandke zumindest für den Bereich Hessen-Thüringen. Er weist darauf hin, dass die Mehrzahl der Sparkassen-Kunden durch Negativzinsen zu stark belastet würde.

 

Jedoch geht aus einem Bericht des Handelsblatt hervor, dass die Gebühren bei den Sparkassen um bis zu 75 Prozent steigen sollen. Man bedient sich anscheinend einer etwas anderen Lösung des Problems. Die negativen Zinsen werden einfach über höhere Gebühren an die Kunden weitergegeben.

 

Eine Ausnahme macht eine bayerische Sparkasse, bei dieser müssen Geschäftskunden mit hohen Einlagen bereits für die Verwaltung des Guthabens Zinsen zahlen. 

 

Nachtrag: Der erste Online-Broker führt zum 15. März negative Zinsen auf Einlagen ein. Weitere Depotbanken werden unter Umständen folgen. Wie es bei den Einlagen von Vermögensverwaltungen aussieht bleibt abzuwarten. Wir als Honorarberatung werden versuchen einen neuen Partner im Bereich Online-Depots zu finden, um auf weitere Veränderungen zeitnah reagieren zu können. Obwohl in den USA eine Zinsanhebung immer wahrscheinlicher wird, spielen politische Unsicherheiten eine immer größere Rolle in Europa. Dies wird die EZB zwingen keine Leitzinserhöhung in 2017 durchzuführen. Davon sind wir überzeugt.

 

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